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Vor kurzem habe ich Ihnen von Nik Wallenda erzählt, der im Juni die Niagarafälle auf dem Hochseil überquerte. Ein sehr beeindruckendes Spektakel.

150 Jahre früher gab es einen anderen spektakulären Hochseilartisten, der die Niagarafälle - allerdings an einer anderen Stelle – überquerte:

Jean-Francois Gravelet, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Blondin.
Er balancierte auf einem 335 Meter langen Hochseil 50 Meter über dem Wasser.

Seine Vorstellungen wurden von Massen von Zuschauern verfolgt.
Er vollbrachte die verschiedensten Kunststücke.

Im Jahre 1860 kam eine königliche Reisegesellschaft aus Großbritannien, um seine Vorstellung anzusehen. Blondin überquerte das Seil zunächst auf Stelzen, dann mit verbundenen Augen. Das nächste Mal machte er auf halbem Weg Halt, um sich mitten auf dem Hochseil ein Spiegelei zu braten. Dann holte er sich unter dem Jubel der Menge eine Schubkarre, schob sie über das Hochseil auf die andere Seite und wieder zurück.

Anschließend nahm er einen grossen Sack Kartoffeln, legte ihn auf den Schubkarren und fuhr ihn ebenfalls hinüber und wieder zurück; die Begeisterung der Zuschauer kannte keine Grenzen. Danach ging er zu der königlichen Gesellschaft, trat vor den Herzog von Newcastle und fragte ihn:
"Glauben Sie, dass ich in dieser Schubkarre einen Menschen hinübertransportieren kann?"
"Ja sicher glaube ich das!", erwiderte der Herzog.
"Dann steigen Sie ein!", gab Blondin zurück.

Der Herzog von Newcastle lehnte dankend ab.

 

Diese Geschichte macht sehr schön den Unterschied zwischen glauben im Sinne von für-wahr-halten und glauben im Sinne von vertrauen deutlich. Manche sagen ja sogar: Glauben heißt nicht wissen.

Dabei kommt das Wort glauben von geloben, also fest versprechen und sich binden, anvertrauen.

Manche Menschen mögen an Gott glauben. Zumindest denken sie, dass es Gott gibt. Aber sie sind weit entfernt davon, sich Gott anzuvertrauen. Sie glauben vielleicht, dass er alles mögliche kann, so wie Blondin alles Mögliche konnte, aber in die Schubkarre steigen und sich von Gott durch die Stürme und Abgründe des Lebens fahren lassen – nein, das wollen sie lieber selber regeln.

Jesus hat gesagt: Wer an mich glaubt – und das heißt nicht weniger als: wer sich mir anvertraut –, der wird leben, auch über den Tod hinaus, der wird nie wieder Lebensdurst haben.

Wirklich glauben heißt, in Gottes Schubkarre steigen und das Leben Ihm in die Hände geben.

 

1.8.12

W. Toepel 

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